Tag 1

Der frühe Vogel fängt den Wurm!

Der erste Tag begann für die Teilnehmer bereits um 07:30 Uhr mit dem Wecken zum Frühsport. Wie es die Tradition wollte, stand Joggen zur Wasserrettungsstation Reiswerder auf dem Plan. Nach einer kurzen Duschpause ging es dann auch schon zum Frühstück. Während des Frühstücks wurde der straffe Tagesplan verkündet.
Wie in diesem vorgesehen ging es nach dem Frühstück zur Badestelle Blumeshof nebenan. Unter wachsamen Augen der Ausbilder wurden Kondition und Technik begutachtet und notiert. Bis zum Mittagessen wurden die Teilnehmer in der ersten Einheit Theorie unterrichtet. 
Nach dem leckeren Mittagessen, welches aus etwa ca. 100 selbstgemachten Eierkuchen bestand, ging es auch schon zum ersten Mal auf die Boote zu einer Rundfahrt im Einsatzgebiet. Diese endete mit einer Badeparty auf der Sandbank vor der Station.
Das Abendprogramm bestand in einer Schnipseljagd die auch gleichzeitig dem erkunden der Umgebung diente. Die Teilnehmer mussten Stationen abgehen oder auch fahren und Aufgaben lösen oder vorbereiten, die dann am Ende den anderen Teilnehmern und einer Jury präsentiert wurden.
Mit der letzten Aufgabe die in einem Karaokeabend endete, neigte sich auch der erste Tag langsam dem Ende zu. Morgen geht es interessant und abwechslungsreich weiter.

Tag 2

Einfach schwimmen, schwimmen, schwimmen…

Auch der zweite Tag begann für die Teilnehmer um 07:30. Diesmal jedoch wurde der Frühsport im Wasser vollzogen. Einmal bis zur „Tomate“(Durchfahrt Verboten-Schild) und zurück. Gar kein Problem für die angehenden Rettungsschwimmer. Es folgte das reichhaltige Frühstück.
Als erster Ausbildungsblock stand die Fahrt ins Freibad Pankow zum Strecken- und Tieftauchen sowie „3-Meter-Sprünge“ auf dem Tagesplan. Trotz sehr kalten Wassers, im Vergleich zu unserem Tegeler-See, meisterten alle Teilnehmer die Aufgaben mit viel Ehrgeiz.
Nach dem Mittagessen folgte die Theorie in Erste Hilfe mit anschließender Praxisphase in Form eines Zirkeltrainings bei dem jeder selbst Hand anlegen konnte. Es wurde die Reanimation mit AED(Automatisierter Externer Defibrillator), die Wundversorgung und die stabile Seitenlage geübt.
Um den Tag gelungen Ausklingen zu lassen ging es nach dem Abendessen mit den Booten auf den See. Dort durften die Teilnehmer schwimmen gehen und von den Booten ins Wasser springen. Es wurden auch Spiele wie Tauziehen im Wasser gespielt.
Vor dem schlafen gehen, nutzen viele Teilnehmer die Freizeit um im Mannschaftsraum bei Obst und Schnittchen nochmal das Erste Hilfe-Büchlein durch zu gehen oder einfach nur zum gemütlichen Beisammensein.
Rund um ein erfolgreicher Tag.

Tag 3

Viel zu sehen, viel zu lernen, viel zu erzählen…

Der dritte Tag begann für die Teilnehmer wie jeder bisherige auch. Frühsport um 07:45 Uhr. Schwimmen bis zur „Tomate“ und zurück. Nach dem Frühstück folgte die erste Lerneinheit für den Tag. Befreiungsgriffe wurden in Theorie und Praxis auf der Wiese gelernt und geübt.
Es folgte ein Ausflug mit den Booten zur Wasserschutzpolizei West bei denen uns zwei Beamte ein Wasserschutzeinsatzboot, die anliegende Bootswerft und ihre Dienststelle zeigten. Vielen Dank an dieser Stelle für den Einblick in die Arbeit der Wasserschutzpolizei.
Nach dem Mittagessen folgte die nächste Praxiseinheit. Die Teilnehmer lernten in der Theorie das Transportieren von Personen die bei Bewusstsein sind und durften dieses Wissen sofort in die Praxis umsetzen. Darauf folgte gleich das Schwimmen in Kleidung.
Um den Teilnehmern einen besseren Einblick in den Wasserrettungsdienst zu geben wurden sie in zwei Gruppen eingeteilt. Abwechselnd schauten sie sich unsere Rettungsboote an, sowie einen Intensiv-Transportwagen des ASB.
Das Abendprogramm bestand aus einer Fahrt zur Wasserrettungsstation Sandhausen, welche die nördlichste Station in Berlin ist, um eine spontane Schnipseljagd in den Sandbergen von Heiligensee durchzuführen.

Tag 4

Lernen, lernen und nochmal lernen...

Zur Überraschung der Teilnehmer, wurden sie heute schon eine halbe Stunde früher geweckt. Der Frühsport wurde nämlich in das Freibad Tegeler-See verlagert. Deswegen ging es bei noch aufgehender Sonne auf die Boote. Im Freibad haben sie die erforderlichen Sprünge vom 1- und 3-Meter-Brett absolviert. Danach nutzten einige die Möglichkeit die Rutschen des Freibades zu benutzen. Pünktlich zum Frühstück trafen wir wieder in Saatwinkel ein. Der heutige Tag spielte sich für die Teilnehmer hauptsächlich im Wasser ab. Die erste Praxiseinheit bestand aus dem Schleppen in Kleidung einer anderen Person, dem Retten aus dem Wasser durch Befreiungsgriffe und den Kreuzhebegriff um die Person auf ein Boot zu heben. Nach dem Mittagessen wurde dann die Kombinierte Übung erst geprobt und dann abgeprüft. Diese besteht aus einem Sicherheitssprung ins Wasser, um die zu rettende Person immer im Blick zu behalten, dem Schwimmen zur Person, das Abtauchen auf 3m Tiefe, das Heraufholen eines Gegenstandes, das Befreien aus einer Umklammerung, das Schleppen der Person zum Boot, das Herausheben der Person auf ein Boot und der dreiminütigen Herz-Lungen-Wiederbelebung. Also einer ganzen Menge. Dafür hatten sie sich eine lange Pause bis zum Abendprogramm verdient, die manche im Wasser zum Planschen nutzten. Doch das Abendprogramm endete für die Teilnehmer anders als gedacht. Es ging zu einer Bootstour auf den See. Als wir mitten auf dem See waren, ertönte plötzlich ein Funkspruch durch die Bootlautsprecher. Mehrere Verletzte Personen am Nachbarsstrand unserer Rettungsstation. Alle drei Boote wurden alarmiert. Also ging es schnell zu unserer Station zurück. Wir teilten die Teilnehmer in kleine Gruppen ein und gaben ihnen Verbandskästen und Decken mit. An der Station angekommen schnappte sich jede Gruppe ein Funkgerät und lief zum Strand wo wir auch sofort mehrere verletzte Personen sahen und hörten. Die Teilnehmer begannen sofort mit der Erstversorgung der Verunfallten. Das Szenario wurde allerdings nur von dem Team der Realistischen Unfall- und Notfalldarstellung der DLRG Berlin inszeniert um den Teilnehmern eine Vorstellung eines ernsten Einsatzes zu geben. Alle Teilnehmer meisterten die Übung sehr gut. In der Nachbesprechungsrunde mit dem RUND-Team gab es noch Verbesserungsvorschläge und wertvolle Tipps von den Mimen. Zum anschließenden Abendessen hatten auch alle ihre Farbe im Gesicht wieder. Zum Abschluss des Tages bestand wieder die Möglichkeit baden zu gehen, welche auch einige nutzen. Die meisten Teilnehmer waren froh nach diesem aktionsreichen Tag endlich ins Bett zu gehen. An dieser Stelle nochmal einen großen Dank an die Realistische Unfall und Notfall Darstellung DLRG Berlin (RUND)

Tag 5

Beförderung zum Rettungsschwimmer...

Auch am letzten Ausbildungstag kamen die angehenden Rettungsschwimmer nicht um den Frühsport rum. Pünktlich um 07:45 Uhr gingen alle über den Strand ins Wasser um sich auf den Tag einzustimmen. Nach dem Frühstück wurde dann die von allen Teilnehmern gefürchtete theoretische Prüfung geschrieben.
Inis, unsere Ausbilderin, kontrollierte sofort alle Prüfungen und konnte Entwarnung geben. Alle Teilnehmer haben die theoretische Rettungsschwimmerprüfung bestanden.
Der letzte Ausbildungsteil der Ausbildung wurde damit erledigt. Nun waren die Betreuer dran.
Es wurden zwei Spiele lustige Spiele auf der Wiese gespielt.
Nach dem Mittagessen wurden alle Teilnehmer in den Mannschaftsraum gerufen. Die Betreuer hielten eine Präsentation zum Einsatzstichwort "Person im Wasser". Diese ist einer der hochrangigsten Einsatzstichworte in unserem Wasserrettungsdienst. Es wurden die theoretischen Grundlagen präsentiert, Ole zeigte seine "persönliche Schutzausrüstung"(PSA) und die praktische Arbeit wurde mit Animationen verdeutlicht. Nun hieß es Theorie in Praxis umzusetzen.
Die Teilnehmer schlugen sich bei den Übungen überraschender Weise sehr gut, so dass noch Zeit zum planschen blieb.
Nach einer warmen Dusche ging es dann auch schon mit den Vorbereitungen für den Abend los.
Hoher Besuch wurde erwartet. Die Eltern der Teilnehmer,
Die Zimmer wurden aufgeräumt, der Mannschaftsraum gewischt und haufenweiser Essen vorbereitet und serviert.
Die Ausbilder waren sehr zufrieden mit den Teilnehmern und glücklich allen eine Urkunde überreichen zu können.
Nun sind die Teilnehmer echte Rettungsschwimmer.
Das Wochenende verbringen sie noch auf unserer Rettungsstation um in den richtigen Wasserrettungsdienst reinzuschnuppern.
Wir würden uns freuen viele von ihnen an den nächsten Wochenenden wieder zu sehen, um aus ihnen richtige Lebensretter zu machen.